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Reflektion einer Gedankenwelt

Nach den doch etwas bewegenden letzten Nächten, habe ich beschlossen es mal am Tage zu versuchen, vielleicht fällt es mir nun leichter mich an geschehenes zu erinnern. Ich habe mir heute Gedanken darüber gemacht was ein Mensch wohl brauch um Glücklich zu sein oder zumindest ein gesundes Leben mit einer gesunden Psyche zu führen. Wobei ich schon fast denke das es noch kaum jemanden gibt der nicht irgendwo ebenfalls einen Knacks weg hat, in einer Zeit wo Depressionen und Borderline schon fast als Volkskrankheit gezählt werden können, ist das auch nicht verwunderlich. Doch was sind psychische Krankheiten eigentlich?Ich meine, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, sich konstruktiv mit dem eigenen Ich auseinander setzt, brauch man doch keinen Psychiater der deinen hilft die Lösung zu finden. Die Ärzte an sich können psychische Probleme auch nicht heilen, sie helfen nur den Patienten sich selbst zu heilen (wenn sie denn mal nicht mit Tabletten um sich werfen). Vielleicht ist es vermessen von mir so etwas zu behaupten da ich mich selbst immer geweigert hatte zum Arzt zu gehen. Er würde mir nichts neues sagen und schlussendlich würde es darauf hinauslaufen das ICH damit klar kommen muss und nicht der Psychiater. So hart es auch klingen mag aber prinzipiell ist jeder selber daran Schuld wie es ihm geht oder er sich fühlt (nehmen wir körperliche Gebrechen mal außen vor). Wir sind die Jenigen die zulassen das wir uns die Laune von etwas verderben lassen oder Monate lang im Selbstmitleid versinken nur weil der Freund Schluss gemacht hat. Warum können wir nicht grundlegend sagen „ Tijor Pech ne? Egal, es kann ja nicht immer regnen, wo ist mein Bier!?“...weil wir Menschen sind. Es ist menschlich schlechte Laune zu haben, es ist menschlich traurig zu sein, es ist menschlich von Gefühlen sich leiten zu lassen. Gefühle, da haben wir sie wieder - für mich der Ursprung allem Übels. Wo mich damals gewisse Sachen sehr verletzt hatten und ich immer diesen Satz zu hören bekommen hatte „Was nicht tötet härtet ab“ glaubte ich es selber irgendwann auch. Aber nur weil ich es nicht anders konnte, ich habe nie Trost bekommen, nie hat man meine Probleme in der Schule ernst genommen. Sie haben nie mit den Eltern der Schüler oder mit den Lehrer geredet. Wenn ich seelisch geschunden nach Hause kam und ich hin und wieder mal erzählte von dem was in der Schule los ist, gab es ein „Du stehst ja noch, also kanns nicht so schlimm sein“ oder halt „Wehr dich doch“. Irgendwann hatte ich diese Sprüche so satt das ich nichts mehr erzählte und alles in mich hinein gefressen hatte. Gute Mine zum Bösen Spiel, daran ging ich nach und nach immer kaputter und meine Oma fing an sich zu beschweren das ich nicht mehr mit ihr reden würde. Öfters machte sie mir auch Vorwürfe das ich so herzlos sei wobei sie mich doch so selbstlos bei sich aufgenommen und groß gezogen hat wie ein Eigenes Kind. Damals hatten diese Worte eine starke Wirkung gehabt und ich tat ihr zu liebe alles was sie wollte nur um nicht undankbar zu erscheinen. Doch heute weiß ich das es eine Art emotionale Erpressung war, ich konnte doch nichts wirklich nichts dafür das 1. Mein Vater beim ersten Mal mit meiner Mutter nicht verhütet hatte, 2. Sie mich ausgetragen hat und die Ehe nicht so gelaufen ist wie sich alle das gewünscht hatten und 3. Sie nicht mit mir klar kam und mich bei Oma abgesetzt hatte. Was zum Teufel hat mir dieses Weib da vorgeworfen? Hätt ich sagen sollen „ ja Arschkarte gezogen Oma, hättest mich mal lieber ins Heim stecken sollen?“. Ich fühlte mich immer mehr falsch am Platze, verloren missverstanden und geduldet, das Schlimmste war das ich nie, niemals meine Ruhe hatte. Mein Zimmer war direkt am Flur und hatte so eine Plastik klapp Tür weil der Durchgang an sich zu schmal war für eine Tür. Ich hatte so gut wie kein Privat leben, wenn ich die Tür dann mal zu gemacht hatte um meine Ruhe zu haben kam meine Oma, machte sie wieder auf, faselte was von „was soll das denn, muss das denn sein“ bla bla. Mit 15 zog ich dann zu meinem Vater, ich war alt genug um alleine zu sein und in Waldenau hielt mich nichts mehr. Ich hatte ein großes 10 m² großes Zimmer und ein Stück meiner selbst wieder zurück bekommen. Tags über war ich allein, mein Vater kam um 17 Uhr von der Arbeit wieder und wir kamen mehr oder minder gut mit einander klar. Damals war es noch nicht ganz so gestört wie Heute, das Verhältnis zu ihm, wir redeten öfters miteinander gingen Weg, wobei ich aber sagen muss das ihm seine Freundinnen damals auf die Sprünge geholfen hatten, ihm sagten was mit mir los ist und was ich brauchen würde. Das hat ihm immer Gefehlt -Intuition- ich weiß nicht ob er es jemals versucht hatte sich im mich hinein zu versetzen oder mich zu verstehen. Was er allerdings nie getan hatte, war mich zu enttäuschen. Er hatte gesehen was das Verhalten meiner Mutter bei mir anrichtete und er wollte mir wenigstens auf diesem Wege nie weh tun, also versprach er mir nie etwas, vielleicht auch um sich selbst vor meinen späteren Vorwürfen abzusichern „aber ich habe dich nie so enttäuscht wie es deine Mutter tat“ ja klar das nicht, aber auf anderen Wegen um so mehr...Es gab auch mal eine Situation, in der ich ihm alles an den Kopf geworfen hatte was sich über die Jahre angestaut hatte, das selbe machte ich zuvor bei meiner Mutter. Ich weiß nicht wen es von beiden härter getroffen hatte oder wem es näher ging... meine Mutter sagte mir offen das sie weinen würde, ihr alles so schrecklich Leid täte und ich doch ihre Tochter sein bla bla, sie wickelte mich mit ihrem Leeren Worten wieder um den Finger, ich hab/hatte ein großes Herz und ich war zwar nachtragend jedoch hatte ich nicht verlernt zu vergeben. Bei dem Gespräch mit meinem Vater war seine letzte Freundin Irena schuld, es war Ostern und sie als Polin legte großen Wert auf Familien Frühstücken an diesem Tag. Für mich war das was ganz neues, zuletzt hatte ich mit meinem Vater so richtig gefrühstückt bis 13 Jahren, danach weckte ich ihn nicht mehr sondern er mich um Sonntags zu den Großeltern Essen zu fahren. Irgendwie war es ein schönes Gefühl so gemeinsam, wie eine richtige Familie beisammen zu sitzen, zu meinem Fehler sagte ich diese Gedanken laut und Irena musste nur eins und eins zusammen zählen um zu wissen was los mit mir war. Sie hatte mich die ganz Zeit beobachtet gehabt, mich zusammen mit meinem Vater und es lag nahe das da was schief lief. Sie merkte an das doch das Verhältnis zwischen uns recht unterkühlt sei und so Vater und Tochter nicht mit einander umgehen sollten. Da traf sie einen wunden Punkt bei mir und ich merkte wie sich die Tränendrüsen wieder füllten. Das Gespräch an sich hab ich komplett aus meinem Gedächnis gelöscht, ich glaub es war selbst für mich zu hart wie es damals verlaufen ist, anders kann ich es mir nicht erklären. Was ich dennoch weiß ist, das ich ihm gesagt hatte das ich das Gefühl hätte das er mich nicht liebt und das es mir so weh tut das er mich nie in den Arm genommen hat oder sonstige gegen Beweise erbracht hat um mich von diesem Gedanken ab zu lenken. Ich glaub das war der Kernpunkt dieses Gespräches- gändert hatte sich allerdings nichts und daran war auch ich mit daran Schuld „Es ist zu spät...dafür, damals hätte ich dich gebraucht..“, erstaunlich, ich erinnere mich doch wieder an etwas, ich denke das war wohl einer der härtesten Sätze die ich je zu ihm gesagt hatte und damit war das Vater Tochter Gespräch beendet. Ich war da 17 Jahre alt und hatte mich entschlossen, mich gegen meine Gefühle zu stellen, sie einfach auszumerzen, ich wollte nicht mehr leiden, nicht mehr weinen, nicht mehr alles an mich heran lassen. 17 Jahre hatte ich wacker durch gehalten, hab mir alles gefallen lassen, alles hingenommen wie es kam und trotzdem versucht zu lächeln. Zwar war ich schon 2 Jahre als „Grufti“ unterwegs aber es hatte mich noch nicht soo sehr in meiner Persönlichkeit verändert. „No Pain remains, no feelings“ Daran hatte ich mich gehalten, ich hab mich selbst vereist und fing an auch nicht mehr mit meinem Freunden über mich und meine Probleme zu reden. Ich habe mit der Zeit eine recht geschickte Methode gefunden viel zu sagen und doch nichts über mich zu erzählen wobei ich meinem Gegenüber aber sämtliches aus der Nasen ziehen kann so das es fast nicht auffällt. Ich fing an bewusst Menschen zu beobachten, sie zu analysieren und eine eigene kleine Mini Studie zu erstellen. Ich beschäftigte mich mit anderen, anstatt mit mir, ließ keinen Emotional an mich ran und weinte auch nicht mehr. Was das analysieren eines menschens anging, habe ich darin mein Hobby entdeckt, alles was mit diesen Wesen, die mir so Weh getan hatten zusammen hing war interessant für mich. Ich wusste schnell wo die Schwächen langen und hatte auch schnell ein Versuchskaninchen gefunden. Er hieß Nils und war ein recht junger hübscher Kerl das witzige an der Sache war das er an einer anderen Frau bereits interessiert war und ich an sich keine Chancen gehabt hätte, doch ich schaffte es erfolgreich ihn zu umgarnen und um den Finger zu wickeln und das an einem einzigen Abend. Dieser Zauber hielt ca 1-2 Wochen wonach er sich von mir trennte weil er mich nicht lieben würde. Zu erst war ich traurig das er es einfach so wagte sich von mir zu entledigen, doch ich verstand danach erst was ich getan hatte und ich verstand auch das er es auch wusste. Er ist danach sehr auf Abstand gegangen, ich war ihm unheimlich, denn er selber wusste garnicht wie sowas möglich gewesen ist. Sicher amüsierte es mich anfangs das er wirklich Angst vor mir hatte aber mit den Jahren versicherte ich ihm das ich es nie wieder tun werde. Was mich damals so erschrocken hatte war die Tatsache, das ich jemanden an mich gegen seinen ursprünglichen Willen, an mich gebunden hatte, ich realisierte wozu ich fähig war und er tat mir Leid. Ich wollte keine erzwungene Freundschaft sondern etwas ehrliches, das war mir danach mehr als klar und ich probierte meine Fähigkeiten nicht mehr warlos an meinen Freunden aus sondern setzte es gezielter und mit bedacht ein. Ich konnte Menschen mit meiner ganzen Art leicht um den Finger wickeln, hatte einen recht großen Bekanntenkreis, einen festen Platz in der Gesellschaft. Aber ich merkte das auch das mich nicht Glücklich machte, in all der Zeit hatte ich immer nur eine Vertrauensperson gehabt und mein ganzes Leben lang hatte mich immer jene eine Person enttäuscht und das sollte sich wohl auch diesmal nicht ändern. Der Schlag war schwer, wirklich schwer, er war wie ein Bruder für mich...Egal wie emotional abgestumpft man auch ist, man brauch immer jemanden mit dem man sich austauschen kann, einen Freund.. nur einen mehr nicht, mehr wollte ich auch nicht, aber wenn dieser eine den man bedingungslos vertraut hat, einem ein Messer in den Rücken jagt, bricht jeder Damm. Ich verfluchte mich selbst darüber das ich jemanden an mich heran gelassen hatte, eine kleine Spalte im Eis die ins innere führte und genau dieser riss breitete sich über das gesamte Eis aus und ich zog mich verwundet zurück, diesmal ganz. So gut ich auch Menschen einschätzen kann und weiß wozu sie fähig sind, aber zu viel Realismus bringt jeden irgendwann mal um. Ich hatte immer einen kleinen Rest Funken Hoffnung, das ich irgendwann so jemanden finde wie ich es bin, der eben so Loyal ist wie ich und mich nie enttäuschen würde. Nichts lag dabei näher als sich in seinem Zimmer zu verschanzen und nur virtuellen Kontakt mit Menschen zu haben. Soziopathen, sind Menschen die ein gestörtes/ krankes Verhältnis zu anderen Menschen haben... hab ich das? Bin ich das? Was brauch ein Mensch um glücklich zu sein? Ein Auto? Eine Villa? Genügend Geld? Klar sind nette materielle Dinge aber, ob ich nun eine Dunkelkammer in einer Villa habe oder hier in diesem 7m² großen Raum macht für mich keinen Unterschied. Als nächstes würde wohl kommen „ Freunde“ ja sicher nur sagt mir wie kann man Freunde haben, wenn das Grundvertrauen in diesen Menschen fehlt, wenn man Glück hat, fragt dieser Jemand nie wie es einen geht oder was einen grade beschäftigt. Ich hab bzw vielleicht auch hatte eine Freundin die ich wirklich sehr sehr gern habe, doch sie war verletzt durch mein Verhalten, das ich mich ihr nicht öffnete, mich zurück zog ohne mich zu melden. Ich habe lange nicht mehr mit ihr gesprochen und ich vermisse sie auch, doch ich will nicht das sie sich Sorgen über mich macht, ich war immer für sie da, hab ihr geholfen, sie getröstet wenn sie es brauchte, wahrscheinlich wollte sie dies alles mir auch wieder zurück geben doch ich ließ es so gut wie nie zu. Sie konnte mich nicht verstehen, und ich hatte schwer daran ihr zu erklären warum das so ist...heute seh ich sie jeden Tag im ICQ es kribbelt in den Fingern und ich würde sie gerne anschreiben, fragen wie es ihr geht .. doch ich habe angst das sie mich vielleicht nach all der Zeit des schweigens zurück weist, wozu sie auch jedes Recht zu hat. Um wieder zum Thema zu kommen, ich denke man brauch zum Glücklich sein: Vertrauen – ohne Vertrauen kann keine Beziehung welcher Art auch immer funktionieren Liebe - Ohne Liebe ist es schon einfacher zu Leben aber es macht auf dauer nicht Glücklich Hoffnung – Für die schweren Stunden, ein Halt dafür das es auch irgendwann Berg auf gegen muss Zuversicht – Zuversichtlich sein das das Erhoffte auch irgendwann eintrifft und man den Glauben in sich selbst nicht verliert. Rückrad - Man muss viel in diesen Leben aushalten, Rückschläge verkraften und erneut sich wieder aufrappeln, wie ein Steh-Auf-Männchen, es ist jedoch sicher das jedes Rückrad irgendwann porös wird.. und das war es dann.. Egoismus – Gesunder Egoismus braucht jeder Mensch um nicht vollkommen ausgenutzt und ausgesaugt zu werden sei es gewollt oder ungewollt aber auf Dauer hält das keiner aus. Realismus - Nichts hält für die Ewigkeit, irgendwann ist jeder Freund auch mal ein Arsch und es liegt an einem selbst ob man sich von diesem Menschen trennt oder nicht. Zum Realismus gehört auch eine Grundbasis an Misstrauen und Skepsis nur sollte sich das mit dem Vertrauen von oben vertragen sonst endet es so wie bei mir ^^ Verbessert mich bitte falls ich etwas gravierendes vergessen habe zu erwähnen, aber ich denke das ist das Grundgerüst um ein gesundes Verhältnis zu sich und seiner Umwelt zu haben. Davon bin ich aber weit weit entfernt von. So long Datuaria
20.10.06 14:34
 


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