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Reflektion einer Gedankenwelt

Nach den doch etwas bewegenden letzten Nächten, habe ich beschlossen es mal am Tage zu versuchen, vielleicht fällt es mir nun leichter mich an geschehenes zu erinnern. Ich habe mir heute Gedanken darüber gemacht was ein Mensch wohl brauch um Glücklich zu sein oder zumindest ein gesundes Leben mit einer gesunden Psyche zu führen. Wobei ich schon fast denke das es noch kaum jemanden gibt der nicht irgendwo ebenfalls einen Knacks weg hat, in einer Zeit wo Depressionen und Borderline schon fast als Volkskrankheit gezählt werden können, ist das auch nicht verwunderlich. Doch was sind psychische Krankheiten eigentlich?Ich meine, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, sich konstruktiv mit dem eigenen Ich auseinander setzt, brauch man doch keinen Psychiater der deinen hilft die Lösung zu finden. Die Ärzte an sich können psychische Probleme auch nicht heilen, sie helfen nur den Patienten sich selbst zu heilen (wenn sie denn mal nicht mit Tabletten um sich werfen). Vielleicht ist es vermessen von mir so etwas zu behaupten da ich mich selbst immer geweigert hatte zum Arzt zu gehen. Er würde mir nichts neues sagen und schlussendlich würde es darauf hinauslaufen das ICH damit klar kommen muss und nicht der Psychiater. So hart es auch klingen mag aber prinzipiell ist jeder selber daran Schuld wie es ihm geht oder er sich fühlt (nehmen wir körperliche Gebrechen mal außen vor). Wir sind die Jenigen die zulassen das wir uns die Laune von etwas verderben lassen oder Monate lang im Selbstmitleid versinken nur weil der Freund Schluss gemacht hat. Warum können wir nicht grundlegend sagen „ Tijor Pech ne? Egal, es kann ja nicht immer regnen, wo ist mein Bier!?“...weil wir Menschen sind. Es ist menschlich schlechte Laune zu haben, es ist menschlich traurig zu sein, es ist menschlich von Gefühlen sich leiten zu lassen. Gefühle, da haben wir sie wieder - für mich der Ursprung allem Übels. Wo mich damals gewisse Sachen sehr verletzt hatten und ich immer diesen Satz zu hören bekommen hatte „Was nicht tötet härtet ab“ glaubte ich es selber irgendwann auch. Aber nur weil ich es nicht anders konnte, ich habe nie Trost bekommen, nie hat man meine Probleme in der Schule ernst genommen. Sie haben nie mit den Eltern der Schüler oder mit den Lehrer geredet. Wenn ich seelisch geschunden nach Hause kam und ich hin und wieder mal erzählte von dem was in der Schule los ist, gab es ein „Du stehst ja noch, also kanns nicht so schlimm sein“ oder halt „Wehr dich doch“. Irgendwann hatte ich diese Sprüche so satt das ich nichts mehr erzählte und alles in mich hinein gefressen hatte. Gute Mine zum Bösen Spiel, daran ging ich nach und nach immer kaputter und meine Oma fing an sich zu beschweren das ich nicht mehr mit ihr reden würde. Öfters machte sie mir auch Vorwürfe das ich so herzlos sei wobei sie mich doch so selbstlos bei sich aufgenommen und groß gezogen hat wie ein Eigenes Kind. Damals hatten diese Worte eine starke Wirkung gehabt und ich tat ihr zu liebe alles was sie wollte nur um nicht undankbar zu erscheinen. Doch heute weiß ich das es eine Art emotionale Erpressung war, ich konnte doch nichts wirklich nichts dafür das 1. Mein Vater beim ersten Mal mit meiner Mutter nicht verhütet hatte, 2. Sie mich ausgetragen hat und die Ehe nicht so gelaufen ist wie sich alle das gewünscht hatten und 3. Sie nicht mit mir klar kam und mich bei Oma abgesetzt hatte. Was zum Teufel hat mir dieses Weib da vorgeworfen? Hätt ich sagen sollen „ ja Arschkarte gezogen Oma, hättest mich mal lieber ins Heim stecken sollen?“. Ich fühlte mich immer mehr falsch am Platze, verloren missverstanden und geduldet, das Schlimmste war das ich nie, niemals meine Ruhe hatte. Mein Zimmer war direkt am Flur und hatte so eine Plastik klapp Tür weil der Durchgang an sich zu schmal war für eine Tür. Ich hatte so gut wie kein Privat leben, wenn ich die Tür dann mal zu gemacht hatte um meine Ruhe zu haben kam meine Oma, machte sie wieder auf, faselte was von „was soll das denn, muss das denn sein“ bla bla. Mit 15 zog ich dann zu meinem Vater, ich war alt genug um alleine zu sein und in Waldenau hielt mich nichts mehr. Ich hatte ein großes 10 m² großes Zimmer und ein Stück meiner selbst wieder zurück bekommen. Tags über war ich allein, mein Vater kam um 17 Uhr von der Arbeit wieder und wir kamen mehr oder minder gut mit einander klar. Damals war es noch nicht ganz so gestört wie Heute, das Verhältnis zu ihm, wir redeten öfters miteinander gingen Weg, wobei ich aber sagen muss das ihm seine Freundinnen damals auf die Sprünge geholfen hatten, ihm sagten was mit mir los ist und was ich brauchen würde. Das hat ihm immer Gefehlt -Intuition- ich weiß nicht ob er es jemals versucht hatte sich im mich hinein zu versetzen oder mich zu verstehen. Was er allerdings nie getan hatte, war mich zu enttäuschen. Er hatte gesehen was das Verhalten meiner Mutter bei mir anrichtete und er wollte mir wenigstens auf diesem Wege nie weh tun, also versprach er mir nie etwas, vielleicht auch um sich selbst vor meinen späteren Vorwürfen abzusichern „aber ich habe dich nie so enttäuscht wie es deine Mutter tat“ ja klar das nicht, aber auf anderen Wegen um so mehr...Es gab auch mal eine Situation, in der ich ihm alles an den Kopf geworfen hatte was sich über die Jahre angestaut hatte, das selbe machte ich zuvor bei meiner Mutter. Ich weiß nicht wen es von beiden härter getroffen hatte oder wem es näher ging... meine Mutter sagte mir offen das sie weinen würde, ihr alles so schrecklich Leid täte und ich doch ihre Tochter sein bla bla, sie wickelte mich mit ihrem Leeren Worten wieder um den Finger, ich hab/hatte ein großes Herz und ich war zwar nachtragend jedoch hatte ich nicht verlernt zu vergeben. Bei dem Gespräch mit meinem Vater war seine letzte Freundin Irena schuld, es war Ostern und sie als Polin legte großen Wert auf Familien Frühstücken an diesem Tag. Für mich war das was ganz neues, zuletzt hatte ich mit meinem Vater so richtig gefrühstückt bis 13 Jahren, danach weckte ich ihn nicht mehr sondern er mich um Sonntags zu den Großeltern Essen zu fahren. Irgendwie war es ein schönes Gefühl so gemeinsam, wie eine richtige Familie beisammen zu sitzen, zu meinem Fehler sagte ich diese Gedanken laut und Irena musste nur eins und eins zusammen zählen um zu wissen was los mit mir war. Sie hatte mich die ganz Zeit beobachtet gehabt, mich zusammen mit meinem Vater und es lag nahe das da was schief lief. Sie merkte an das doch das Verhältnis zwischen uns recht unterkühlt sei und so Vater und Tochter nicht mit einander umgehen sollten. Da traf sie einen wunden Punkt bei mir und ich merkte wie sich die Tränendrüsen wieder füllten. Das Gespräch an sich hab ich komplett aus meinem Gedächnis gelöscht, ich glaub es war selbst für mich zu hart wie es damals verlaufen ist, anders kann ich es mir nicht erklären. Was ich dennoch weiß ist, das ich ihm gesagt hatte das ich das Gefühl hätte das er mich nicht liebt und das es mir so weh tut das er mich nie in den Arm genommen hat oder sonstige gegen Beweise erbracht hat um mich von diesem Gedanken ab zu lenken. Ich glaub das war der Kernpunkt dieses Gespräches- gändert hatte sich allerdings nichts und daran war auch ich mit daran Schuld „Es ist zu spät...dafür, damals hätte ich dich gebraucht..“, erstaunlich, ich erinnere mich doch wieder an etwas, ich denke das war wohl einer der härtesten Sätze die ich je zu ihm gesagt hatte und damit war das Vater Tochter Gespräch beendet. Ich war da 17 Jahre alt und hatte mich entschlossen, mich gegen meine Gefühle zu stellen, sie einfach auszumerzen, ich wollte nicht mehr leiden, nicht mehr weinen, nicht mehr alles an mich heran lassen. 17 Jahre hatte ich wacker durch gehalten, hab mir alles gefallen lassen, alles hingenommen wie es kam und trotzdem versucht zu lächeln. Zwar war ich schon 2 Jahre als „Grufti“ unterwegs aber es hatte mich noch nicht soo sehr in meiner Persönlichkeit verändert. „No Pain remains, no feelings“ Daran hatte ich mich gehalten, ich hab mich selbst vereist und fing an auch nicht mehr mit meinem Freunden über mich und meine Probleme zu reden. Ich habe mit der Zeit eine recht geschickte Methode gefunden viel zu sagen und doch nichts über mich zu erzählen wobei ich meinem Gegenüber aber sämtliches aus der Nasen ziehen kann so das es fast nicht auffällt. Ich fing an bewusst Menschen zu beobachten, sie zu analysieren und eine eigene kleine Mini Studie zu erstellen. Ich beschäftigte mich mit anderen, anstatt mit mir, ließ keinen Emotional an mich ran und weinte auch nicht mehr. Was das analysieren eines menschens anging, habe ich darin mein Hobby entdeckt, alles was mit diesen Wesen, die mir so Weh getan hatten zusammen hing war interessant für mich. Ich wusste schnell wo die Schwächen langen und hatte auch schnell ein Versuchskaninchen gefunden. Er hieß Nils und war ein recht junger hübscher Kerl das witzige an der Sache war das er an einer anderen Frau bereits interessiert war und ich an sich keine Chancen gehabt hätte, doch ich schaffte es erfolgreich ihn zu umgarnen und um den Finger zu wickeln und das an einem einzigen Abend. Dieser Zauber hielt ca 1-2 Wochen wonach er sich von mir trennte weil er mich nicht lieben würde. Zu erst war ich traurig das er es einfach so wagte sich von mir zu entledigen, doch ich verstand danach erst was ich getan hatte und ich verstand auch das er es auch wusste. Er ist danach sehr auf Abstand gegangen, ich war ihm unheimlich, denn er selber wusste garnicht wie sowas möglich gewesen ist. Sicher amüsierte es mich anfangs das er wirklich Angst vor mir hatte aber mit den Jahren versicherte ich ihm das ich es nie wieder tun werde. Was mich damals so erschrocken hatte war die Tatsache, das ich jemanden an mich gegen seinen ursprünglichen Willen, an mich gebunden hatte, ich realisierte wozu ich fähig war und er tat mir Leid. Ich wollte keine erzwungene Freundschaft sondern etwas ehrliches, das war mir danach mehr als klar und ich probierte meine Fähigkeiten nicht mehr warlos an meinen Freunden aus sondern setzte es gezielter und mit bedacht ein. Ich konnte Menschen mit meiner ganzen Art leicht um den Finger wickeln, hatte einen recht großen Bekanntenkreis, einen festen Platz in der Gesellschaft. Aber ich merkte das auch das mich nicht Glücklich machte, in all der Zeit hatte ich immer nur eine Vertrauensperson gehabt und mein ganzes Leben lang hatte mich immer jene eine Person enttäuscht und das sollte sich wohl auch diesmal nicht ändern. Der Schlag war schwer, wirklich schwer, er war wie ein Bruder für mich...Egal wie emotional abgestumpft man auch ist, man brauch immer jemanden mit dem man sich austauschen kann, einen Freund.. nur einen mehr nicht, mehr wollte ich auch nicht, aber wenn dieser eine den man bedingungslos vertraut hat, einem ein Messer in den Rücken jagt, bricht jeder Damm. Ich verfluchte mich selbst darüber das ich jemanden an mich heran gelassen hatte, eine kleine Spalte im Eis die ins innere führte und genau dieser riss breitete sich über das gesamte Eis aus und ich zog mich verwundet zurück, diesmal ganz. So gut ich auch Menschen einschätzen kann und weiß wozu sie fähig sind, aber zu viel Realismus bringt jeden irgendwann mal um. Ich hatte immer einen kleinen Rest Funken Hoffnung, das ich irgendwann so jemanden finde wie ich es bin, der eben so Loyal ist wie ich und mich nie enttäuschen würde. Nichts lag dabei näher als sich in seinem Zimmer zu verschanzen und nur virtuellen Kontakt mit Menschen zu haben. Soziopathen, sind Menschen die ein gestörtes/ krankes Verhältnis zu anderen Menschen haben... hab ich das? Bin ich das? Was brauch ein Mensch um glücklich zu sein? Ein Auto? Eine Villa? Genügend Geld? Klar sind nette materielle Dinge aber, ob ich nun eine Dunkelkammer in einer Villa habe oder hier in diesem 7m² großen Raum macht für mich keinen Unterschied. Als nächstes würde wohl kommen „ Freunde“ ja sicher nur sagt mir wie kann man Freunde haben, wenn das Grundvertrauen in diesen Menschen fehlt, wenn man Glück hat, fragt dieser Jemand nie wie es einen geht oder was einen grade beschäftigt. Ich hab bzw vielleicht auch hatte eine Freundin die ich wirklich sehr sehr gern habe, doch sie war verletzt durch mein Verhalten, das ich mich ihr nicht öffnete, mich zurück zog ohne mich zu melden. Ich habe lange nicht mehr mit ihr gesprochen und ich vermisse sie auch, doch ich will nicht das sie sich Sorgen über mich macht, ich war immer für sie da, hab ihr geholfen, sie getröstet wenn sie es brauchte, wahrscheinlich wollte sie dies alles mir auch wieder zurück geben doch ich ließ es so gut wie nie zu. Sie konnte mich nicht verstehen, und ich hatte schwer daran ihr zu erklären warum das so ist...heute seh ich sie jeden Tag im ICQ es kribbelt in den Fingern und ich würde sie gerne anschreiben, fragen wie es ihr geht .. doch ich habe angst das sie mich vielleicht nach all der Zeit des schweigens zurück weist, wozu sie auch jedes Recht zu hat. Um wieder zum Thema zu kommen, ich denke man brauch zum Glücklich sein: Vertrauen – ohne Vertrauen kann keine Beziehung welcher Art auch immer funktionieren Liebe - Ohne Liebe ist es schon einfacher zu Leben aber es macht auf dauer nicht Glücklich Hoffnung – Für die schweren Stunden, ein Halt dafür das es auch irgendwann Berg auf gegen muss Zuversicht – Zuversichtlich sein das das Erhoffte auch irgendwann eintrifft und man den Glauben in sich selbst nicht verliert. Rückrad - Man muss viel in diesen Leben aushalten, Rückschläge verkraften und erneut sich wieder aufrappeln, wie ein Steh-Auf-Männchen, es ist jedoch sicher das jedes Rückrad irgendwann porös wird.. und das war es dann.. Egoismus – Gesunder Egoismus braucht jeder Mensch um nicht vollkommen ausgenutzt und ausgesaugt zu werden sei es gewollt oder ungewollt aber auf Dauer hält das keiner aus. Realismus - Nichts hält für die Ewigkeit, irgendwann ist jeder Freund auch mal ein Arsch und es liegt an einem selbst ob man sich von diesem Menschen trennt oder nicht. Zum Realismus gehört auch eine Grundbasis an Misstrauen und Skepsis nur sollte sich das mit dem Vertrauen von oben vertragen sonst endet es so wie bei mir ^^ Verbessert mich bitte falls ich etwas gravierendes vergessen habe zu erwähnen, aber ich denke das ist das Grundgerüst um ein gesundes Verhältnis zu sich und seiner Umwelt zu haben. Davon bin ich aber weit weit entfernt von. So long Datuaria
20.10.06 14:34


Abschiede

Wir haben es gerade 00:41 Uhr, zumindestens sagt mir das meine PC-Uhr. Ich finde es ist die angenehmste Zeit um mit dem Schreiben anzufangen, so als Abschluss des Tages bevor man sich in die Kissen sinken lässt und versucht einzuschlafen. Das Wort „versucht“ habe ich bewusst gewählt, denn es ist jede Nacht erneut ein Kampf mit dem eigenen Gedanken um die Vorherrschaft des Bewusstseins oder anders gesagt: Tausende von un- bis wichtigen Gedanken jagen einen genau in diesen ruhigen Minuten durch den Kopf, wobei man sich eigentlich nichts sehnlicher wünscht, als die Augen zu schließen und frei von allem zu sein. Nicht selten passiert es mir das ich nächtelang wach liege und mir den Kopf über etwas zerbreche was ich den Tag über erfolgreich verdrängen konnte. Ich denke solche Nächte kennt jeder von euch, es fühlt sich manchmal so an als ob eine schwere Last den Brustkorb zusammen drücken würde und dies zur Folge hat das einem die Luft abgeschnürt wird zusätzlich gibt es noch aufsteigende Hitze die fast den gesamten Körper einnimmt. In solchem Momenten wünscht ich mich tief vergraben oder zu mindestens in den Bettkastens meines klapp Sofas – Hauptsache gut versteckt -. Auch eine Angewohnheit von damals, ich hatte ein sehr kleines Zimmer bei meinen Großeltern, vielleicht 3m² groß? Ich weiß sowas nicht einzuschätzen, jedenfalls hatte ich mein Bett an der Dachschräge so das das Bett nicht bündig an der Wand stand, sondern das dazwischen Platz war - Platz genug für einen kleinen Menschen -. Jedes Mal wenn ich das Bedürfnis hatte mich von allem zurück ziehen zu wollen um meine Ruhe zu haben, zwängte ich mich zwischen Bett und Wand, legte noch ein paar Stofftiere über mich um so gut getarnt zu sein. Heute denke ich das ich zu Alt bin um mich zu verstecken, und doch wenn ich ehrlich zu mir selbst bin tun ich es noch immer nur das dieser kleine Spalt nun gewachsen ist und liebevoll „Dunkelkammer“ von mir getauft wurde. Mein jetziges Zimmer ist 7m² „groß“ und ist der Ort der wohl meine gesamte Persönlichkeit widerspiegeln würde wenn ich jemanden Eintritt gewähren dürfte. Ich wurde zwar immer zur Ordnung erzogen doch traf es immer auf unfruchtbaren Boden so das es auch jetzt noch sehr Chaotisch bei mir ist. Wenn wir etwas weiter in meine Psyche gehen ist es nur die Bestätigung der alten Regel: „Wie innen, so auch außen“ Allerdings ist es mir bisher noch nicht komplett gelungen mein Zimmer im Zusammenhang mit meiner Person zu analysieren. Fast bin ich mir schon sicher das dieser Blog mir helfen wird dahinter zu steigen. Meine Persönlichkeit, mein „Ich“ besteht aus so vielen Teilen, welche ich irgendwo in meinem gedanklichen Chaos gespeichert habe, mir aber jedoch die Ordnung fehlt um eine nüchterne Charakteristik über mich zu schreiben, wobei ich denke das es wohl die Menschlichkeit ist, die meine niedergeschriebenen Gedanken erst lesenswert machen. Vielleicht gibt es ja einen Leser der sich in manch einer Zeile wiederfindet oder selbst Elternteil ist und auch nun die andere Seite kennen lernt. Wer weiß das schon...01:13 Uhr kleiner Zwischenstand, ich wollte mich beim Schreiben selbst mal kontrollieren, ich mache mir nie vorher große Gedanken was ich wohl schreiben werde oder sollte, es sind spontane Eingebungen die flüssig die Fingerkuppen über die Buchstaben der Tastatur gleiten lassen.

Vor ein paar Jahren, etwa um diese Zeit herum sind in ein paar Jahren Abstand dazwischen zuerst meine Ur-Oma und später dann mein Ur-Opa gestorben. Magarethe und Walter so hießen sie wobei ich Magarethe als sehr edel empfinde, also den Namen, er hat etwas erhabenes etwas was wie Musik in den Ohren klingen lässt wenn man diesen Namen halb deutlich und zum ende dann hin halb gehaucht ausspricht. Die beiden waren das absolut beste was ich aus den Verwandten mütterlicherseits bekommen hatte. Sie waren immer und ohne Ausnahme gut zu mir, in ihrem Augen konnte ich immer die Enttäuschung sehen als ich mich immer mehr zurück zog. Sie bemerkten damals aktiv die Veränderung die in mir vorging und das war ca. vom 3. bis 10 Lebensjahr. Am Anfang als meine Mutter mich auch hin und wieder bei ihn absetzte suchte ich nach Magarethes Nähe und ich bekam sie auch, so wie ich es brauchte. Ich liebte die Wochenenden bei den Beiden und ich war meistens sehr traurig wenn ich wieder von ihnen Weg musste. Doch mit der Zeit veränderte ich mich und auch die Kontaktaufnahme wurde immer verhaltener, weil ich es einfach nicht mehr konnte, ich konnte diesen simplen Satz „Nimmst du mich in den Arm Oma/Opa“ nicht mehr sagen und so entfernte ich mich immer weiter von den geliebten alten Menschen. Magarethes tot traf mich wie ein Schlag ins Herz. Sie war an Krebs erkrankt das wusste ich zwar aber man hatte mir nicht gesagt wie schlimm es um sie stand ( warum auch, war ja erst 11!?). Damals war ich mit meinen anderen Großeltern, bei denen ich ja wohnte, in Urlaub geflogen Tennariffa, Mallorca oder so, auf jedenfall irgendeine von diesen Inseln. Ich glaube es war einer der wenigen angenehmen Reisen mit meinen Großeltern mit wenig Streit und kindlicher Unbefangenheit. Sie sagten mir nichts, den ganzen Urlaub über, hatten sich nichts anmerken lassen und als wir wieder nach Hause flogen holten uns mein Vater und dessen Freundin Inna ab. In der heimischen Küche angekommen setzte ich mich selig lächelt auf den Stuhl und war bereit meinem Vater von meinem Urlaub zu erzählen. Inna war etwas stutzig und meinte so Lapidar das ich es wohl gut verkraftet hätte, etwas irritiert sah ich sie an und fragte natürlich was sie damit meinte, „Na den Tod von deiner Oma“, am Rande bemerkte ich wie meine Oma panisch Inna anguckte und mein Vater leise meinte das ich davon noch nichts wüsste. Ich selbst war erst mal geschockt, anders kann man diesen Zustand nicht beschreiben, weit aufgerissene Augen, ausgesetzte Atmung und ein Gefühl der unendlichen Übelkeit. Kurze Zeit später brach ich apathisch in Tränen aus und hyperventilierte, mein ganzer Körper zitterte und ich merkte wie es anfing in den Fingern aufgrund der flachen Atmung, stark zu kribbeln. Sie schütteten mich mit Baldriantropfen zu und tröstliche Worten wie „nun ist eh zu spät“ sollte mich wohl beruhigen...sonst taten sie nichts außer mich vielleicht 5 min so anzusehen und dann mich allein zu lassen. Ihr Tod nahm mich sehr mit, mehr als meine Familie es gut hieß, 2 Tage später war ich noch immer regelmäßig am weinen und an diesem Tag gab es dann wieder einen dieser Schlüsselmomente. Meine Oma war einkaufen gefahren und als sie wieder kam war in wieder in Trauermiene verfallen, hatte dementsprechend gerötete Augen und den glasigen Blick. Ihre Worte „Was? Hast du schon wieder geweint? Davon wird sie auch nicht mehr lebending! Das muss nicht sein, reiß dich doch mal zusammen, irgendwann ist auch mal gut..!“

Kleiner Absatz denn diese Worte muss man erstmal auf sich wirken lassen. Ich war 11... verdammte 11 Jahre alt und sollte meine Gefühle unterdrücken? Ich war ... so entsetzt und beschämt zu gleich das ich mich wieder ein Stückchen zurück zog und ihren Anweisungen gefolgt bin. Ich wollte nichts mehr als Trost und Zuspruch aber ich sollte lernen allein mit mir klar zu kommen und so wuchs etwas in mir, still und heimlich, ein kleiner Keim der stetig sich entwickeln würde, der tiefe Abneigung gegen diese Familie versprach. Die Beerdigung von Magarethe Müller war in der letzten Urlaubswoche so das ich mich nicht von ihr verabschieden konnte.

Walter Müller erkrankte kurz nach seiner Frau auch an Krebs auf meiner Konfirmation war er noch, auf der Goldenen Hochzeit von meinen Großeltern ebenfalls und dann ging´s Berg abwärts, er hatte 4 mal den Krebs besiegt und als er das 5te mal ausgebrochen ist nahm er mich bei meinem vor letzten Besuch an die Seite und meinte „du Liebes, ich kann nicht mehr und ich will auch nicht mehr, sei mir nicht böse“. Ich biss mir auf die Lippe um nicht weinen zu müssen und nickte verstehend und dann gingen wir wieder rein. Ich besuchte ihn erst wieder als er im Krankenhaus lag und es noch nicht ganz zu Ende mit ihm war. Er sah schlimm aus, doch er lächelte extra für mich und meinte das ich mir meine Sorgen machen müsste... 2 Tage später erhielt ich auf der Arbeit eine Sms von meiner Cousine die dann mir so mitteilte das er in der Nacht verstorben ist. Meine Kolleginnen sahen mich fragend an als ich mich kurz bei ihnen abmeldete, instinktiv hatte ich mir die äußerste Ecke des Kindergartens gesucht (Seperater Kleidungsraum zum dem die Kinder zu der Zeit keinen Zugang hatten) und weinte wieder im Stillen für mich. Nachdem eine Kollegin versucht hatte mich zu trösten hatte mich meine Chefin nach Hause geschickt – zu der Zeit muss ich so um die 16 herum gewesen sein, so wusste ich ja wie ich zu reagieren hatte und weinte bis zu der Beerdigung nicht mehr. Auch dort hatte ich mir vorgenommen nicht zu weinen. Ich hatte mich schick für Walter gemacht, hab mich so angezogen und geschminkt wie ich mich am wohlsten fühlte- Weiß geschminktes Gesicht, schwarze Augenränder, rote Lippen und ein schwarz-rotes Sammtkleid am Körper- So bin ich selbstbewusst (zum ersten mal) zu der Beerdigung gegangen um mich zu verabschieden, ich hörte wie einige es als Geschmacklos, Unangemessen und Gotteslästerlich bezeichnet hatten aber es war mir egal. Mein Onkel erlaubte mir mich mit in die erste Reihe zu setzen – ergo für die engten Familienmitglieder – Selbst meine Mutter saß 2 Reihen hinter mir. Schon währen der Trauerrede musste ich auf schluchzen und das vor allen anwesenden Verwandten, die um mich versammelt waren und nichts half um dies zu unterdrücken. Als es dann zum Grab ging und eine Rose hinein werfen durfte waren sämtliche Dämme gebrochen und ich war fast nur noch eine einzige Träne, von hinten stocherte wieder meine Oma in mein Ohr „nun ist gut, reiß dich zusammen“. Es schien mir als ob es ihr unangenehm war das ich meine Gefühle offen zeigte, mein Onkel vertrat mich mit einem „nun lass sie doch“ wobei auch er seine Tränen kaum zurück halten konnte. An dem Tag war Mutter zum ersten und letzten Mal meine Verbündete, denn sie nahm mich in den Arm weinte mit mir. In dem Moment war all der Groll gegen sie vergessen und es war einfach nur ein Halt da.


02:24 Uhr – Schon seltsam das allein die Erinnerungen an soetwas den Menschen dazu bringen kann in tränen zu zerfließen als sei es Gestern gewesen und obwohl es so lange her ist berührt es mich noch immer zu tiefst. Ich würde am liebsten in diese Geschichte rein gehen, zu meinem jungen Ich gehen und sie -mich- in den Arm nehmen, mich trösten, sagen das es ok ist Gefühle zu zeigen in der Hoffnung das ich mich vielleicht ändern würde... Aber es geht nicht und wird nie gehen. Liebe Leser... tut mir einen Gefallen, tut sowas bitte nie euren Kindern an. Sie werden ihr Leben lang darunter leiden wenn sie es nicht schaffen sich von angelernten Verhaltensmustern zu lösen. Das soll es dann auch für diese Nacht gewesen sein 02:29 Uhr ist es und ich verabschiede mich mit einem theatralischem Seuftsen.


So Long Datuaria

Kleiner Nachtrag:

Ich habe 2 Blider hoch geladen -Vorher - Nacher- Vergleich

19.10.06 12:09


Leser Wunsch

Man mag es kaum glauben, aber es gibt jemanden der sich das tatsächlich durchgelesen hat. Im nachhinein muss ich sagen das es sich teils wirklich schwieig liest und auch einige Fehler drinne sind. Das liegt zum Teil daran das ich es schwer habe klare Gedanken zufassen bzw all das was mir im Kopf herumschwirrt sinngemäß zu trennen. Das wird mir bei dem nächsten Thema sicherlich auch wieder schwer fallen. Es gab 2 wunsch Äußerungen. Zum ersten wie das Verhältnis zu meinem Vater ist, da das noch nicht angeschnitten wurde und zum anderen ob es Todesfälle in der Familie gab und welche Auswirkungen das auf mich hatte. Ich denke ich fange mit der Beziehung zu meinem Vater an.

Als es um das Sorgerecht damals ging und die damit verbundene Angst ihn zu verlieren, ließ mich für kurze Zeit offener ihm gegenüber werden. An den Abend an dem ich vor die Wahl gestellt wurde, kann ich mich deutlich erinnern. Wir waren bei Oma und Opa im Wohnzimmer welches hell erleuchtet war, den vorränigen Ablauf hab ich nicht mehr im sinn aber ich weiß das dies einer der seltenen Momente war in denen ich auf dem Schoß meines Vaters saß, die Arme um seinen Hals geschlungen und bitterlich am weinen. Damals wollte ich werder Mutter noch Vater weh tun aber es musste sein. Es war eine klare Entscheidung meiner Seits und doch so schwer dieses "Ich will bei dir bleiben Papi" über die Lippen zu bringen. Er hatte nur zögerlich meine Umarmung reserviert erwiedert, kein streicheln oder ähnliches. Ich hatte damals das gefühl von ihm nur geduldet zu werden. An einen Moment werde ich mich wohl immer mit glasigen Augen erinnern... eines der Wochenenden bei denen ich bei ihm war, der Zeitraum liegt zwischen 3-4 Jahren auf jedenfall war ich noch recht klein und hatte noch verzweifelt nach Nähe gesucht. Wir hatten gemeinsam Tv gesehen (er saß auf der Couch hinter dem Sessel worin ich saß und als ich dann ins Bett gehen sollte stand ich auf, krabbelte auf seinen Schoß und sagte mit der Leichtigkeit eines Kindes zum erstenmal in meinem Leben "Ich Liebe dich". Damals war mir unterbewusst klar welche Bedeutung diese Worte hatten und es fiel mir im nach hinein schwer diese Worte nicht zu bereuhen auch wenn ich keinen Grund hierfür gehabt hätte. Seine reaktion war ... irgendwie unsicher und mechanisch "ich dich auch" das kann man auf so viele Arten sagen... weich...lieblich...verspielt...und und und... die Art wie er es sagte verusicherte mich total so das ich es bis Heute kein einziges Mal mehr zu jemanden gesagt habe. Denn ich weiß im Prinzip nicht wie sich sowas anfühlt damals hatte ich es für einen kleinen Augenblick doch ich erinner mich nur an die Gefühle die mich danach ereilten jedoch nicht an das was mich dazu bewogen hatte diese Worte ihm zu sagen. Klar wollte ich ihm Trost spenden, ich habs ihm immer Angemerkt, wenn ihm etwas auf den Magen schlug und ich wusste natürlich nicht wie ich damit umgehen sollte also hatte ich es auf den einzigen Weg versucht der mir in den Sinn kam. Ich bin ganz ehrlich und sage dir lieber Leser das mich die Erinnerung genau jetzt wieder zu tränen rührt, in dem Moment von damals gab es für einen Moment die ersehnte Liebe die ich wollte und brauchte aber sonst nicht mehr so in der Form präsent war. Vieleicht lag es daran das er sehr jung Vater geworden ist oder an der Tatsache das er Angst hatte mich zu verlieren wenn er mir offener gegenüber gegtreten wäre. Er wusste es einfach nicht besser, musste aufpassen das Mutter keinen Grund hätte ihn anzusprangern wegen sexuellernötigung eines Kindes was von seiner Seite aus völliger Schwachsinn gewersen wäre,...doch er dachte es wäre so besser für mich und dieses Programm zog er konsequent durch. So ist es kaum verwunderlich das ich ebenso damit begann mich zu verschließen. Meine Großeltern waren zu rustikal für mein zartes Gemüt, ich weite sehr oft und heimlich. Ich glaube ab dem 5 Lebensjahr hatte ich es größten Teils vermieden vor ihnen und meinem Vater zu weinen, wenn es denn um den seelischen Schmerz ging. Meistens habe ich es unterdrückt in dem ich meine Nägel mir ins Fleisch gebort habe um mich von der Traurigkeit abzulenken...ein Lächeln...ein Nicken... und dann kehrt gemacht, die Tür zu gezogen um dann das Gesicht in die Kissen zu graben und leise zu weinen. - Das hat sich bis Heute nicht geändert -

Nach diesem besagten Abend kann ich mich nur noch an eine warme Gehste von mir ihm gegenüber erinnern. Zwar habe ich in jungen Jahre immer wieder seine Nähe kurzweilig gesucht aber das war eher verhalten. Immer Sonntags wenn er zum essen zu uns gekommen ist und ich ihn nicht gehen lassen wollte hatte ich ihn in den Arm genommen oder mich an sein Bein geklammert, anders konnte ich ihm meine Zuneigung nicht zeigen. Das wurde auch nicht besser als er verschiedene Freundinen hatte Silvia, Inna, Kirsten und Irene. Er hatte extra wegen mir sich nur auf Beziehungen eingelassenm allerdings war er gut für die Frauen, diese aber nicht für ihn. Klar hatte er ein recht auf ein liebes leben aber die wenige Zeit die ich an 1-2 Wochenenden mit ihn hatten beanspruchten sie und ganz ehrlich es war grausam zu sehen wie liebevoll er mit ihnen umging nur mit mir nicht. Das war mit ausschlaggebend das ich anfing sie nicht ausstehen zu können. Sobald sie anfingen mich bevormunden zu wollen gab es kontra solange bis ihnen mein Vater bepflichtete und ich mit ihm an einander geraten bin. Dadurch entfernten wir uns immer mehr und mehr von einander. Wenn er traurig war zeigte er es mir nie offen, sein Verhalten von damals erinnert mich sehr gut an mein heutiges, das gleicht dem von damals überwiegend. Bis auf ein einziges Mal, das ist etwas 3?4? Jahre her. Er war da mit seiner bisher letzten festen Freudin Irena zusammen die ihn verlassen hatte weil sie nen Kerl mit mehr Kohle haben wollte. Er hatte wirklich alles für sie getan doch seine Liebe zu ihr reichte der Frau wohl nicht. Ich weiß nicht mehr warum ich damals zu ihm ins Zimmer gegangen bin, er saß wie immer vor seinem Pc und chattete etwas über sein Aol. Ich wusste sofort das was mit ihm los ist, denn seine glasigen leicht geröteten Augen warn mehr als verräterisch. Jedes mal wenn ich ihn so sehe bricht es mir das "Tocher"-Herz und ich muss mich hart zusammenreißen nicht in Tränen auszubrechen, doch darin bin ich ja mitlerweile Profie . Ich sah ihn also nur kurz an neigte meinen Kopf zur Seite und beobachtete kurz seine Reaktion auf meine Anwesenheit. Ein leicht verstörter glasiger Blick der nur kurz meinen Blick kreuzte ehe er sich scheinbar wichtigen Dingen zuwendete die sich da auf seinen Monitor abspielten. Und ich weiß nicht was mich damals dazu geritten hatte auf ihn zu zu gehen um mich hinter seinen Stuhl zu stellen und meinem Arm um ihn zu legen, aber es hatte zur Folge das er an fing zu weinen. Alles dränge in mir die Flucht zu ergreifen doch ich blieb "sie hat Schulss gemacht" war das einzige was er wimmernt raus bringen konnte. Zwar wusste ich das es das wohl sein würde doch ich denke er musste es für sich laut sagen um es zu realisieren, den damit verbundenen Schmerz nicht mehr zu verdrengen sondern zu verarbeiten. Ich streichelte ihn grobmotorisch und sagte irgendwas von dem ich dachte das es angemessen wäre, was genau das war weiß ich nicht mehr. Als ich dann innerlich merkte das es ihm wohl recht unangenehm war das ich ihn so in diesem Zustand sehe, löste ich die Umarmung wieder und ging in mein Zimmer und erst DANN fing auch ich an zu weinen. Warum wusste ich nicht, aber ich hatte ein großes Bedürfnis. Heute denke ich das es daran lag das ich eine sehr empathische Seite habe, die sich wohl aus meiner emotionalen Armut herauskristalisiert hatte, denn was liegt näher wenn man gewisse Gefühle nie selbst so deutlich gespürt hatte, sich bei anderen abzuschauen und zu versuchen sich in diese Lage hinein zu versetzen um genau dieses Gefühl zu spüren. Ich habe nun mit der Zeit eine große umfassende Sammlung von dieses Gefühlen doch Liebe konnte ich bisher nicht abkupfern. Wie ich mit Gefühlen und Emotionen umgehe hab ich hier mal kurz angeschnitten aber auch dieses Thema ist an sich ebenfalls umfassend wie dieser kleine Einblick in die Beziehung zu meinen Vater. Kurz gefasst kann man sagen das wir überwiegend ein geschwisterliches Verhältniss zu einander hatten und jetzt wird es immer mehr ein zusammenleben von Person A und B. Es gibt Tage an denen wir 5 min miteinender reden, es war aber auch schon der Fall das ich es geschafft habe einen ganzen Monat ihm aus dem Weg zu gehen obwohl wir gemeinsam in einer Wohnung leben.

Das soll dann auch der Schlusssatz zu diesem Abschnitt sein, ich hab auch hier mich nur auf das Wesendliche konzentiert, von dem ich denke das es das Verhältnis am besten veranschaulicht und darstellt. Ich danke für die Aufmerksamkeit, es war wahrlich nicht einfach und ich hoffe das es diesmal etwas einfacher zu lesen war.

So Long Datuaria

18.10.06 02:36


Its Me

So at first:

Ich so ca 21 Herbstlenzen alt und komme aus Pinneberg. Ich weiß das ist recht unspektakulär aber immerhin ist es nich W-City (W bitte in Englisch aussprechen). Ich wohne hier schon seitdem ich denken kann (also 18 Jahre, denn zu vor lebte ich bei meiner Mutter). Mein Leben ist so vielschichtig das es ansich viel zu erzählen gibt. Nur... wo fängt man da an? Am besten bei der Geburt:

Ich war als Baby schon überdurchschnittlich Intelligent - Ich hielt es für angemessener mich zu weigern aus dem Bauch heraus zu kommen, so das sie mich mit ner ollen Käse...eh Saugglocke heraus holen mussten. Die dummen Kinder konnte man schon damals von den intelligenten Kindern unterscheiden, denn ein kluges Kind hatte sich schon vorher einen Stick aus der Nabelschnur gebunden (die Glücklichen) oder wollten so wie ich nicht aus dem Bauch der "Mutter" heraus. Auf die tolle Idee der Genie Babys die sich stranguliert hatten bin ich leider damals nicht gekommen, ergo war ich doch nicht so Intelligent wie ich dachte...und so begann mein Alptraum.

Meine "Eltern" hatten nur geheiratet damit ich ehelich auf die Welt kommen darf, ergo hielt sie nicht lange. Meine Mutter schnappte mich und wir zogen von einem Ort zum anderen. Immerhin durfte ich Phasenweise Haustiere haben, ein Kater Namens Amadeus, ein Papagei namens Pepe und sonne olle Töle die Chico hieß (der hatte immer Mutters Schminke gefressen und in die Wohnung gemacht, gab schöne muster auf der Tapete und machte ihn durch die Antipathie von Mutter ihm gegenüber recht sympathisch). An viel kann ich mich nicht mehr erinnern außer an einen Typen der "Schädel" hieß und ne Glatze hatte, im nachhinein denke ich des war ein Rechts-Angehauchter. Danach erinner ich mich nur daran wie sie mich irgendwann is Auto gepackt hatte und mich zu meiner Oma fuhr. Sie meinte was von "pass mal drauf auf, will arbeiten gehen" ( das die Frau sowas wie Arbeit in den Mund nahm hätte mir da schon seltsam vorkommen müssen...) So war ich bei meiner Oma Väterlicherseits und so schnell würde ich dieses kleine Kaff Namens Waldenau nicht verlassen dürfen. Denn Frau Mutter seilte sich nach Griechenland ab (soso das nennt man Arbeiten), keiner wusste das sie da war, erst als wir das durch meine Urgroßmutter Mütterlicherseits informiert worden sind und auch erst dann hat sie sich -erst nach dem Geburstag ihrer Tochter- bei uns gemeldet gehabt. Das sie irgendwas in Griechenland gerabeitet hatte sah man daran das sie erneut Schwanger nach Deutschland wieder kam. Als Kind sollte man generrell eine Bezugsperson haben um das -Urvertrauen- auf zu bauen und viel Liebe sollte man so einen kleinen wehrlosen Ding mit auf den Weg geben, was bei mir leider nicht der fall war... tija schade ne? Urvertrauen... eine mächtige Psychowaffe mit dem man jedes Kind irgendwann mal brechen kann. Besonders in so jungen Jahren sind die Erlebnisse besonders prägent für die spätere Entwicklung des Menschens. An einen Vertrauensbruch kann ich mich noch sehr gut erinnern.

Ich war vieleicht 4 Jahre alt und hatte damals meine Mutter lange nicht mehr zu gesicht bekommen, es war so ende September und recht kalt zu der Zeit gewesen. Sie meinte sie würde mich um 8 abholen und so packte ich meine Sachen und stand Punkt 8 draußen vor der Pforte, doch sie kam nicht halbe Stunde später versuchte mich meine Oma mich wieder ins Haus zu zerren, doch ich wehrte mich wehemenst da Mutter ja sicher bald kommen würde. Dieser kampf zog sich ca bis halb 10 hin als ich dann föllig entkräftet aufgab. Die Entäuschung war groß für das kleine Herz, ich hatte Mutter schon damals immer in Schutz genommen als meine Familie auf ihr rum hackte. Es tat mir weh das sie so gemeine Sachn sagten die leider der Wahrheit entsprachen und das hatte sich bis zu meinem 18. Lebensjahr hingezogen. Schön blöd?!... Sie kam damals gegen 11 Uhr und hatte mich dann totmüde eingepackt und mitgenommen. Was danach war weiß ich nicht mehr, nur das sie Zeit meines Lebens Versprechungen gemacht hatte die sie sogut wie nie einhielt. Von dem Abend weiß ich noch da ich mir ne Lungenentzündung eingefangen hatte und es nicht besonders gut um mich stand. Später ging denn der Sorgerechtstreitlos von dem ich auch nur noch weiß das es verdammt weh tat sich gegen sie zu entscheiden aber instinktiv wusste ich das es bei meinem Vater wohl nicht in eine Versklavung meiner Person ausarten würde. Ich wuchs "wohlbehütet" also in Waldenau auf. Dies kleine possierliche Dörfchen hatte die Angewohnheit das jeder jeden kannte und selbst die Hecken Ohren hatten, es gab nichts was man hätte anstellen können ohne das es gleich das ganze Dorf weiß (und das ist bis heute so). Ich hatte einen tollen Platz im Kindergarten dort bekommen an dem verantwortungsbewusste Erzieherinen sich um mich kümmerten ...oder auch nicht. So kam ich in das Vergnügen heraus zu finden wie es ist von einer Horde Monster überfallen zu werden die mich an die Trauerweide auf dem Spielpatzgelände anschließend fest banden... es war einige Zeit bis die Verzieher gerafft hatten das ich fehlte...mmmh nette Kinds. In der Grundschule bekam ich außer Bildung noch zusätzlich ne Rippenprellung und nen feinen Armbruch als unvergessliches Andenken an diese Zeit. Trotz allem war ein ein aufgeschlossenes liebes Mädchen welches sich nur zu gerne ausnutzen lies um wenigstens etwas Wärme von anderen zu bekommen - die Beute fiel sehr mager aus - das hielt so etwas bis zur 7ten Klasse an. Nach sätzen wie "Was nicht tötet härtet ab" und "Verlass dich auf Andere und du bist verlassen", die sich tief eingebrannt hatten jedoch nicht so tief das es mich vor weiteren Schaden bewart hätte, fing ich an mich zu verändern und das Radikal. Ich bastelte mir eine kleine Schutzhülle aus schwarzen Klamotten (Zum Leid meiner Oma die bis heute denkt das es nur eine Phase ist), dunklen Haaren und eine Vorliebe für harte Gitarrenriffs von Metallica, auch sachen wie Cradle of Filth, Slayer und Pantera kamen nach und nach dazu. Es war sone grundlegende "Lmaa" Einstellung die ich an den Tag legte, denn egal was ich gemacht hatte irgendwas passte den Pennern in meiner Klasse an mir nicht und somit war es auch zum schluss nicht mehr wild sich in ein dunkles Geschöpf zu verwandeln. Die Musik hatte mir teils wirklich geholfen diese Zeit zu überstehen und durch zu halten, meine damalige Beste Freundin hatte angst vor mir, sie meinte das sein nicht mehr Ich und das ich irgendwie Krank sein (Und das von nem Fascho?). Nach 2 Jahren "SaTAAAAN" als morgendliche Begrüßung hatten sie ihre witzlein darüber mehr als nur aufgebraucht und fingen an mich anderswertig zu bedrohen. Irgendwann war ich so übersättigt an Gemeinheiten das die Klinge mein bester Freund wurde, von zu hause aus konnte ich nicht viel Beistand erwarten "du kriegst zu essen als wehr dich" ...ich war als Kind schon Pazifist und mir käme es nie in den Sinn mich gegen ne Gruppe von 7 Leuten auf zu lehnen. Die Lehrer bemerkten erst was los war als sie nach 4 Jahren der Folter meine Kratzer am Arm entdeckten und anstatt das Problem in der Klasse zu lösen wollten sie mich zum Psychiater schicken -Typisch Pädagogen- als sie dann eingesehen haben das das es wohl nicht bringen würde fingen sie an mit der Klasse zu reden -uhi welch ein Geniestreich- der leider nichts gebracht hatte. Ich war inzwischen schon recht abgestumpft das ich mich verloren und allein fühlte.

Diesen Eindruck hab ich heute noch nur in einer anderen Art sie ist wesetlich ausgereifter als damals. Teils bin ich soziopathisch veranlagt und habe ab 19 ca 1 1/2 Jahre bis heute in meinem 7m² kleinen Zimmer zurückgezogen gelebt. Aber näheres dazu später ich denke dieser Text reicht erstmal. Ich hab auch ein Paar Abschnitte einfach übersprungen aber falls es wirklich jemanden geben sollte der sich hier das durchliest und nicht einpennt darf gerne Wünsche äußern ^^.

So Long Datuaria

17.10.06 22:48





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